Gestalttherapie (HPG)
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Ute Sümenich

Gestalttherapeutin (HP)

Schillerstr. 30
60313 Frankfurt am Main
069 - 13 02 48 02
ute.suemenich@t-online.de
 
Was ist Gestalttherapie ?

Gestaltarbeit beinhaltet die Erschließung und Förderung von Ressourcen, d.h. von Fähigkeiten, die die Beziehungsfähigkeit und das Wohlbefinden der Klienten steigern.

Das deutsche Wort "Gestalt" ist in andere Sprachen unübersetzbar und bezeichnet seit seiner Einführung in den Dreißiger Jahren durch die Gestaltpsychologen eine ganzheitliche Sicht der menschlichen Seele. Wir geben den Dingen eine bestimmte Bedeutung und organisieren um diese Bedeutung herum unsere Wahrnehmung, später auch Gedanken und Urteile. So nehmen wir an der Gestaltung unserer Umwelt aktiven Anteil und erwerben uns zugleich eine entsprechende Identität. Daher tragen wir die volle Verantwortung für alles, was uns zustößt. Wir sind die Schöpfer unserer Welt und haben die Wahl, uns entweder in tausenderlei Leid zu verstricken oder uns aus festgefahrenen Mustern zu befreien. Wir neigen oft dazu, lieber langfristig in Lügen zu verharren, als kurzfristig das Leid auf uns zu nehmen, welches der wirklichen Lage entspricht. Dies ist der Grund, warum unser Leben oft so undurchsichtig und scheinbar hoffnungslos ist.

Unter solchen Umständen ist es hilfreich, die undurchsichtige Gestalt unserer Handlungen zu klären und eindeutig zu machen. Zunächst decken wir Lebenslügen auf, unter deren Deckmantel wir ganz andere Dinge tun als die, die wir vorgeben. Wir stoßen dann auf die kindlichen Rollen und Muster, die wir heimlich in unser jetziges Leben hinüber gerettet haben. Und schließlich begegnen wir dem Schatten - der Antiperson, die wir auf gar keinen Fall sein wollen und an die wir gerade deswegen so eng gebunden sind.

Das Aufdecken, Bewußtmachen und Klären ist aber nur der erste Teil der Arbeit. Nach und nach geraten wir in eine Sackgasse, aus der es scheinbar keinen Ausweg gibt. Genau dort verbergen sich unsere größten Ängste. Es führt kein Weg daran vorbei, durch Angst und Schmerz hindurchzugehen, um die Dinge zu erledigen, vor denen wir uns gedrückt haben. Es ist der "kleine Tod", den wir sterben müssen, um uns von den Dingen zu lösen, die uns vollkommen unersetzlich erscheinen und ohne die wir meinen nicht leben zu können: Sei es eine alte Liebesbeziehung, die vielleicht bis in die Kindheit zurück reicht, ein ehrgeiziger Lebensplan, der uns über den Kopf zu wachsen droht, oder einfach unangenehme Gefühlsbereiche wie Leere, Sinnlosigkeit oder Trauer, um die wir uns herumlavieren. (Dies gilt nicht für Trauma-Patienten - siehe dort.)

Die Erfahrung, Altes "sterben" zu lassen (also zu transformieren), mag mit großen Widerständen verbunden sein. Haben wir sie aber erst einmal zugelassen, vollzieht sich eine wunderbare Wandlung. Das scheinbar unlösbare Problem ist plötzlich nicht mehr im Blickfeld, und neue Energien ergreifen von uns Besitz. Auf den "Tod" folgt die "Wiedergeburt", Blockaden haben sich aufgelöst, das Leben kann weitergehen, vielleicht mit ein wenig mehr Humor!

Kurz und gut, Gestalttherapie lehrt uns:
  • Störungen unseres Energieflusses ernst zu nehmen und das innere Wachstum des Menschen in das Zentrum unserer Aufmerksamkeit zu stellen;

  • Krisen und Sackgassen in unserer Entwicklung als kreative "Verschnaufpausen" zu betrachten;

  • Das Leben als Kunstwerk zu sehen und es von allen schablonenhaften Festlegungen zu befreien;

  • Versteckte innere Dialoge aufzudecken und durch kreative Medien bis zur Auflösung zu vertiefen.